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„Die Stachelschweine“ werden 65!

„Alles irrsinnig komisch“ lautet der Titel ihres Programms, mit dem der Schauspieler Rolf Ulrich und seine jungen Kollegen Maßstäbe für das politische Kabarett im Nachkriegsdeutschland setzen. „Es war eine irre Zeit, wo noch alles möglich war“, erinnert sich der Gründer und langjährige Hauptautor der „Stachelschweine“ Rolf Ulrich. „Die Bundesrepublik war gerade gegründet worden … und wir konnten noch zu unseren Verwandten nach Ost-Berlin fahren.“ 1951 stößt der junge Schauspieler Wolfgang Gruner auf Empfehlung von Harald Juhnke zu den „Stachelschweinen“ und wird jahrzehntelang das populärste Gesicht des Berliner Kabaretts. Seine Solo-Auftritte werden regelmäßig umjubelt, wenn die „Berliner Schnauze mit Herz“ die große Politik aus der Sicht des kleinen Mannes aufspießt. Der Erfolg der „Stachelschweine“ in den 1950er Jahren ist enorm, sie werden gleichermaßen von Publikum, Presse, Intellektuellen und Künstlern gefeiert.

1965 zieht das Kabarett um ins neue Europa-Center, in ein extra für sie entworfenes Theater. Die Kabarettisten haben dort nicht nur eine größere Bühne, sondern spielen auch vor doppelter Zuschauerzahl: das neuen Domizil bietet Platz für 300 Besucher. Die Kernmannschaft wechselt im Laufe der Jahre – Wolfgang Gruner bleibt. Für Günter Pfitzmann, Jo Herbst und Achim Strietzel kommen Joachim Röcker, Jochen Schröder

Zum Jubiläum am 29. Oktober erscheint erstmals eine DVD-Edition mit historischen TV-Aufzeichnungen aus den Jahren 1959 bis 1996. Mehr Informationen zur DVD-Edition finden Sie hier.

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