Auszeichnung

Emmy für Berlin-Serie „Unorthodox“: Maria Schrader ist beste Regisseurin

Am Sonntagabend wurden die wichtigsten Fernsehpreise der USA verliehen. Ein Emmy ging an „Unorthodox“: Die in Berlin lebende Schauspielerin und Regisseurin Maria Schrader wurde für die beste Regie einer Miniserie ausgezeichnet – damit ist Maria Schrader die erste deutsche Regisseurin, die einen Emmy erhält. „Unorthodox“ ist die vierteilige Verfilmung des gleichnamigen Romans von Deborah Feldman: eine Geschichte über orthodoxes Judentum in den USA – und Berlin als Ort der Freiheit. tipBerlin gratuliert!


Regisseurin Maria Schrader (l.) am Set von "Unorthodox". Sie ist für die Miniserie als beste Regisseurin mit einem Emmy ausgezeichnet worden. Foto: Anika Molnar/NetflixFoto: Anika Molnar/Netflix
Regisseurin Maria Schrader (l.) am Set von „Unorthodox“. Sie ist für die Miniserie als beste Regisseurin mit einem Emmy ausgezeichnet worden. Foto: Anika Molnar/NetflixFoto: Anika Molnar/Netflix

Am 21. September wurden zum 72. Mal die Emmy Awards in den USA verliehen. Maria Schrader führte Regie bei der Netflix-Serie „Unorthodox“. In der Kategorie „Beste Regie für eine Miniserie, Film oder Drama“ ging der wichtigste Fernsehpreis der USA an Maria Schrader.

„Für die Emmys nominiert zu werden, fühlte sich bereits wie die Krönung an“, sagte die Regisseurin. „Und jetzt bin ich sprachlos. Ich möchte der Fernsehakademie und natürlich meinen ‘Partnerinnen in crime’ und Macherinnen dieser Show, Anna Winger und Alexa Karolinski, dafür danken, dass sie mir die Regie anvertraut haben.“

Emmy für „Unorthodox“: Die Geschichte von Berlin als Ort der Freiheit

Der Netflix-Vierteiler „Unorthodox“ basiert teilweise auf dem gleichnamigen Roman von Deborah Feldman. Die Serie ist zweigeteilt, die eine Hälfte nach Buchvorlage spielt in einer jüdisch-orthodox geprägten Enklave in Williamsburg, New York.

Hauptfigur Esther (Shira Haas), genannt Esty, ist Mitglied der chassidischen Gemeinde. Aus dem streng reglementierten Leben und einer früh geschlossenen und vor allem glücklosen Ehe flieht sie nach Europa. New York wird in Rückblenden erzählt. Der Berliner Strang der Geschichte ist hingegen rein fiktiv. Hier findet Esty das Leben, nach dem sie gesucht hat.

tipBerlin-Filmkritiker Bert Rebhandl hat die Netflix-Serie „Unorthodox“ rezensiert. Besonders angetan hat es ihm die Performance der Hauptdarstellerin: „Shira Haas ist groß als das verletzliche Kraftzentrum der Serie.“

Emmy für „Unorthodox“: Starke Konkurrenz

Die Netflix-Serie „Unorthodox“ war für insgesamt acht Emmys nominiert. Dass der Preis für die beste Regie an eine deutsche Produktion ging, kann dabei dennoch überraschen. In der Kategorie „Beste Regie für Miniserie, Film oder Drama“ waren auch „Little Fires Everywhere“, die Literaturverfilmung „Normal People“ und der HBO-Erfolg „Watchmen“ nominiert.

Showrunnerin und Produzentin Anna Winger jubelt: „Maria Schrader ist eine begnadete Regisseurin und es ist aufregend zu sehen, wie ihre Arbeit von der Akademie anerkannt wird. Sie ist die erste Regisseurin einer mehrsprachigen Serie, die diese Auszeichnung erhält.“

tipBerlin schließt sich an – und gratuliert zum riesigen Erfolg!


Mehr zum Thema

Anlässlich der Veröffentlichung von „Überbitten“ trafen wir Deborah Feldman zum Interview. Mit der „Unorthodox“-Autorin sprachen wir über Verlage, ihren Weg nach Berlin und Kreuzberger Parallelgesellschaften. Ein großer Erfolg ist auch „Dark“ für Netflix – 12 Drehorte in und um Berlin.

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