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Stimme des Herzens

Das Nachwuchsproblem, mit dem das Tokioter Animationsstudio Ghibli anhaltend ringt, sollte schon 1995 Yoshifumi Kondou mit seinem Regiedebüt ?Stimme des Herzens? lösen helfen, doch sein früher Tod 1997 durchkreuzte auch diese Pläne. Hayao Miyazaki lieferte die Story-Adaption (nach einem Manga von Aoi Hiiragi), Storyboards und produzierte den Film. Doch der langjährige Studio-Animator Kondou sorgte für einen ganz eigenständigen, sanften Ton in der zauberhaften Geschichte um ein junges Mädchen, das sich in einen Geigenbauer- lehrling verliebt.
Eine sehr dicke Katze, die mehr als einen Wohnsitz hat, und eine mystische Statue mit glitzernden Augen befeuern die Fantasie in der sommerheißen Stadt. Sehr frei fortgesetzt, allerdings weniger charmant und alltagsnah, wurde der Film in ?Das Königreich der Katzen? von Ghibli-Jungregisseur Hiroyuki Morita. Ein neuer Versuch des Studios, seine Basis zu verbreitern.



Text: Robert Weixlbaumer

Mimi wo sumaseba Japan 1995;
Regie: Yoshifumi Kondou;
Farbe, 111 Minuten
erschienen bei Universum Film

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