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Studie zur Filmförderung in Deutschland

CloudAtlasProductionGmbH_WarnerBros.EntertainmentInc._X-VerleihDas ist eines der Ergebnisse der Studie „Filmförderung 2011 – Eine Bestandsaufnahme“, die das Erich Pommer Institut jetzt vorgestellt hat. Im Jahresvergleich erhöht haben demnach die FFA und die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) ihre Fördermittel – um ca. sieben bzw. 3,5 Mio. Euro – die MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg hat dagegen rund drei Mio. Euro weniger vergeben.

Gefördert wurden insgesamt in 2011 538 Filme, davon 48 Großprojekte mit mehr als einer Mio. Euro. Spitzenreiter ist hier „Cloud Atlas“ (Foto) mit 8,55 Mio. Euro, dessen Produktionsfirma X Filme Creative Pool mit insgesamt 14.863.500 Euro, verteilt auf 18 Förderzusagen, auch die größte Fördersumme unter den Produktionsfirmen zugesprochen bekommen hat. Platz zwei unter den geförderten Filmen belegt „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“ (6.755.393 Euro), gefolgt von „Quellen des Lebens“ (4.488.000 Euro). In der Liste der Produktionsfirmen, die 2011 Förderungen erhalten haben, rangieren hinter X Filme die Siebzehnte Babelsberg Film GmbH, die allein für „Hänsel & Gretel“ eine Förderung erhalten hatte, und UFA Cinema, die 2010 noch an der Spitze gelegen hatte und 2011 mit 14 Förderzusagen 6.474.937 Euro erhalten hatte.

Durchschnittlich erhielt ein Film im Jahr 2011 1,45 Förderzusagen und eine Produktionsförderung von 344.837 Euro. Alleiniger Spitzenreiter, was die Anzahl der Förderzusagen anbelangt, ist „Die Abenteuer des Huck Finn“ mit sieben Förderzusagen. „Die Studie ist ein wichtiger Beitrag zur Transparenz in der deutschen Filmförderlandschaft. Leider ist diese Transparenz nicht umfassend herzustellen, weil z.B. einige Förderinstitutionen keine Auskunft über Rückflüsse aus erfolgreichen Filmen geben. Darüber hinaus werfen die Ergebnisse der Studie einige Fragen auf: Führt die hohe Anzahl der geförderten Filme bei dem begrenzten Budget der Förderer nicht zu einer Zersplitterung der Filmlandschaft? Würde eine Konzentration der Förderung auf wenige hoch budgetierte Filme den deutschen Film international wettbewerbsfähiger machen? Vor dem Hintergrund, dass viermal so viele Menschen pro Jahr ins Kino gehen als klassische Konzerte, Theater- und Opernaufführungen besuchen, gleichzeitig aber die Filmförderung etwa nur ein Zehntel der Kulturförderung ausmacht, muss und sollte man über den Stellenwert des Films in der deutschen Kultur diskutieren“, erklärte der geschäftsführende Direktor des Erich Pommer Instituts, Lothar Mikos, bei der Vorstellung der Studie.

Weitere Informationen zur Studie unter www.epi-medieninstitut.de.

Quelle: Blickpunkt:Film

Foto: CloudAtlas Production GmbH / Warner Bros. Entertainment Inc. / X-Verleih

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