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Studio Babelsberg rutscht in die roten Zahlen

KameraDie Studio Babelsberg AG hat im vergangenen Jahr zwar einen Umsatzanstieg im Vergleich zu 2008 um 14,7 Prozent auf 75,6 Mio. Euro verzeichnet, verbuchte beim Konzernergebnis allerdings einen Fehlbetrag von 2,4 Mio. Euro, nachdem 2008 noch ein Gewinn von 2,9 Mio. Euro ausgewiesen worden war. Wie das Unternehmen mitteilte, sind für diesen Ergebnisrückgang vor allem die in Folge der Finanzkrise und der Streiks amerikanischer Gewerkschaften weltweit rückläufigen Produktionsvolumina sowie Projektverzögerungen verantwortlich. Darüber hinaus wurde das Ergebnis durch die Insolvenz des ehemaligen Postproduktions-Kooperationspartners Elektrofilm sowie das Produktionsende einer langlaufenden TV-Serie außerordentlich belastet. Der Unternehmensvorstand will der Hauptversammlung am 17. Juni aufgrund des Geschäftsverlaufs in 2009 vorschlagen, auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten. Der Aufsichtsrat hat diesem Vorhaben bereits zugestimmt.
Begonnen hatte das laut Studio Babelsberg „schwierige“ Jahr 2009 noch mit einer guten Studioauslastung im ersten Halbjahr durch die Produktion von Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“ und Roman Polanskis „Der Ghostwriter“. Nach Beendigung der Arbeiten an „Der Ghostwriter“ seien die Produktionskapazitäten jedoch nur mehr unzureichend ausgelastet gewesen, weshalb für die letzen vier Monate des Jahres 2009 für einen Großteil der Mitarbeiter Kurzarbeit hatte angemeldet werden müssen.
Zu Jahresbeginn konnte Studio Babelsberg die Kurzarbeit wieder einstellen und verzeichnet seitdem nach eigenen Angaben wieder eine „zufriedenstellende operative Auslastung“. So wurden Anfang des Jahres „Unknown White Male“ mit Liam Neeson und Diane Kruger in der Hauptrolle in Studio Babelsberg produziert, wo darüber hinaus die Studioarbeiten des Horrorthrillers „The Apparition“ realisiert wurden. Derzeit laufen in Studio Babelsberg die Dreharbeiten zu Roland Emmerichs „Anonymous“ und „Hanna“ mit Saoirse Ronan, Cate Blanchett und Eric Bana in den Hauptrollen.

Quelle: Blickpunkt:Film

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