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„Sucker Punch“ im Kino

Sucker Punch

Zack Snyder ist im populären amerikanischen Kino der Gegenwart der Mann für primitive Regungen. In „Dawn of the Dead“ marschierten die Zombies zur Stromgitarre, in „300“ gab es ein großes, altgriechisch-persisches Barbarengemurkse, mit „Watchmen“ blieb er stark an der großen Comicvorlage kleben, was dem Film aber durchaus gut bekam. Nun holt er mit „Sucker Punch“ zum großen Wurf aus: Nach einer von ihm selbst verfassten Story schickt er das Mädchen Baby Doll (Emily Browning) auf einen wilden Trip zwischen Irrenhaus und Nobelpuff, mit Tanzauftritten im Burlesque-Outfit, von denen wir aber unmittelbar nichts zu sehen bekommen, weil sie sich jeweils mit einem Wimpernschlag in große Action- und Fantasychoreographien verwandeln: ein Zeppelin fällt vom Himmel, ein Drache haucht das Leben aus, immer ist Baby Doll mit ihren Waffenarsenal als Super Ninja und ihren Kampfgefährtinnen Sweet Pea, Rocket, Blondie und Amber fix dabei. „Sucker Punch“ bedient sich direkt bei den Bildwelten beliebter Computerspiele, gleichzeitig schließt Snyder seine Geschichte an Soundtrack großer Beats an, mit jeder Nummer wechselt die Ebene, und doch ist diese Kombination aus Gamerdröhnung und Videotrip auch genuines Kino, wenn auch mit einem hohen Trash-Faktor.

Text: Bert Rebhandl

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Sucker Punch“ im Kino in Berlin

Sucker Punch (USA 2011); Regie: Zack Snyder; Darsteller: Emily Browning (Baby Doll), Abbie Cornish (Sweat Pea), Jena Malone (Rocket), Vanessa Hudgens (Blondie); 110 Minuten; FSK: k.A.

Kinostart: 31. März

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