Notlandung

„Sully“ im Kino

Lakonisch – Tom Hanks als Rettungspilot Sully

Foto: Courtesy of Warner Bros. Pictures / Keith Bernstein

208 Sekunden Zeit hatte der Pilot Chesley B. „Sully“ Sullenberger am 15. Januar 2009, nachdem auf dem Flug US Airways 1549 kurz nach dem Start durch einen Vogel­schwarm beide Triebwerke ausgefallen waren. Er schaffte eine Notwasserlandung auf dem Hudson River, alle 155 Menschen an Bord überlebten, die Welt ­hatte einen neuen Helden.

Eine Geschichte nach dem Geschmack Clint Eastwoods, das wird an Sullys Selbstdefinition deutlich: Er sei nicht mehr als „ein Mann, der seinen Job macht“. Der Film muss natürlich mehr erzählen als nur die kritischen drei, vier Minuten und die Rettungsaktion aus dem eiskalten Wasser.

Aus dem Drehbuch von Todd ­Komarnicki (ausgehend von Sullenbergers Buch „Highest Duty“) macht Eastwood aus der Pilotenleistung ein Fallbeispiel für das, was ihn interessiert: Ein lakonisches Individuum trifft auf träge Strukturen. Sullenberger muss sich dafür rechtfertigen, dass er nicht zum Flughafen zurückgeflogen ist. Das entfaltet sich hier auf eine sehr interessante, fast schon pedantische Weise – die unvermeidlichen Assoziationen mit 9/11, als in New York auch Flugzeuge tief flogen, inklusive. Das Ergebnis ist ein schlanker Actionfilm mit einer Paraderolle für Tom Hanks.

Sully USA 2016, 96 Min., R: Clint Eastwood, D: Tom Hanks, Aaron Eckhart, Laura Linney, Start: 1.12.

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