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„Sumй – The Sound Of A Revolution“ im Kino

Sumй - The Sound Of A Revolution

Junge Grönländer konnten lange nur in ihrem Kolonial-„Mutterland“ Dänemark studieren oder einen Beruf lernen. Die Sprache der Inuit wurde vergessen, ihre Kultur von willkürlichen „westlichen“ Modernisierungsschüben zerstört. Die Studentenband Sumй sorgte 1973 ausgerechnet von Kopenhagen aus mit den ersten Rocksongs in grönländischer Sprache für Protest und ein neues Bewusstsein gegen die Bevormundung.
40 Jahre später besucht der Dokumentarfilmer Inuk Silis Hшegh die weise gealterten Bandmitglieder, ihre Fans von einst und ehemalige Aktivisten und feiert die Bedeutung der mitreißenden Songs für die Bewegung, die 1979 schließlich zu mehr verbriefter Unabhängigkeit von Dänemark führte. Eine Hommage in zahllosen grandiosen Naturaufnahmen, daneben auch Super-8-Dokumenten aus dem Alltag der Inuit und zeitgenössischen Interviews, die sich Zeit lassen für den politischen Diskurs mit der Band.

Text: Claudia Lenssen

Foto: kinofreund eG / Mindjazz Pictures

Orte und Zeiten: „Sumй – The Sound Of A Revolution“ im Kino in Berlin

Sumй – The Sound Of A Revolution (Sumй: Mumisitsinerup Nipaa), Dänemark/Norwegen 2014; Regie: Inuk Silis Hoegh; 74 Minuten

Kinostart: Do, 21. Januar 2016

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