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„Super 8“ im Kino

Super 8

Eine Kleinstadt in Ohio im Sommer 1979: Fünf Teenager wollen einen Horrorfilm auf den Spuren von George A. Romero oder Roger Corman drehen – auf Super 8, dem Amateurfilmformat der Epoche. Doch bevor ihr improvisiertes No-Budget-Projekt richtig Form annimmt, überstürzen sich schon die Ereignisse, und die filmverrückten Kids bekommen bei ihren nächtlichen Dreharbeiten mehr Production Values im Bildhintergrund, als ihnen lieb sein kann: Ein Güterzug entgleist, ein bedrohliches Wesen entkommt aus einem gepanzerten Waggon, bald stellen schmallippige Militärs den Ort quasi unter Kriegsrecht.
Regisseur und „Lost“-Erfinder J.?J. Abrams verbaut in „Super 8“ mit einiger Eleganz Bilder und Motive aus „Unheimliche Begegnung der Dritten Art“, „E.T.“, „Goonies“ oder auch „Stand By Me“. Sein Vorbild Steven Spielberg (auch Produzent des Films) wird dabei bis an die Plagiatsgrenze gewürdigt: „Super 8“ ist über weite Strecken eine melancholische Reminiszenz an vergangenes Sommerkino ohne CGI-Sperrfeuer, dafür mit Sinn für die Freundschafts- und Familienbeziehungen der Teenager – auch wenn im letzten Akt Abrams dann doch mit etwas viel Spektakel und Effekten daran erinnert, dass wir im Jahr 2011 leben. Den ermüdeten Zuschauer versöhnt der Abspann mit dem fertiggestellten Grusel-Kurzfilm der Teenager: Der Illusion des Handgemachten gehören die letzten Bilder.

Text: Thomas Klein

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Super 8“ im Kino in Berlin

Super 8, USA 2011; Regie: J.?J. Abrams; Darsteller: Kyle Chandler (Jack), Elle Fanning (Alice), Joel Courtney (Joe); 112 Minuten; FSK 12

Kinostart: 4. August

Lesen Sie hier: Ein Interview mit Regisseur J.J. Abrams

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