Komödie

„Tanz ins ­Leben“ im Kino

Schwieriger Step – Sandra braucht einen „Tanz ins ­Leben“

E One Germany

Aha, da ist sie ja schon, die Person, die – wie so oft in dieser Art Wohlfühlfilm mit niederem Anspruch – dringend einer Läuterung bedarf: Sandra (Imelda Staunton) ist die extrem hochnäsige Gattin eines Polizeibeamten, der sich in die höheren Kreise der englischen Gesellschaft hochgearbeitet hat. Eine Etepetete-Tussi um die 60, die auf „niederes Volk“ herab­blickt und für die der äußere Schein alles ist. Doch dann muss Sandra schmerzlich feststellen, dass ihr Göttergatte sie seit Jahren betrügt. Sie flüchtet nach London zu ihrer ­älteren Schwester Bif (Celia Imrie).

Die tickt vollkommen anders, hat nicht so viel Geld oder Ansehen, aber mit Charlie (Timothy Spall) und Ted (David Heyman) richtig gute Kumpels – und alle drei haben ein herausforderndes Hobby: das Tanzen. Gemeinsam mit anderen älteren Semestern wagen sich Bif, Ted und Charlie unter der Leitung von Corrina (Indra Ové) auch an schwierigere Steps. Und ­Sandra muss da mittun.

Der Rest ist so vorhersehbar wie unterhaltsam: Die Läuterung Sandras schreitet voran, die Annäherung ans Tanzen und an Charlie auch, zudem tritt mit Joanna Lumley aus „Abso­lutely Fabulous“ eine Comedy-Queen ersten Ranges zum recht prominenten Ensemble. Woran sich aber auch weniger anspruchsvolle Freunde des boomenden Subgenres „Kino für die Älteren“ reiben dürften: Es ist der durchaus bemühten deutschen Synchronisation anzumerken, dass so mancher geschliffen scharfe Dialog „made in Oxford-English“ einfach nicht adäquat ins Deutsche übertragen werden kann.

Tanz ins ­Leben GB 2018, 111 Min., R: Richard Loncraine, D: Imelda Staunton, Celia Imrie, Timothy Spall, David Hayman, Joanna Lumley, Start: 31.5.

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