Tragikomödie

„The Big Sick“ im Kino

Eine ungewöhnliche und wahre Love Story

COMATOSE INC./ Photo by Nicole Rivelli

Der pakistanisch-stämmige Komiker Kumail (Kumail Nanjiani) tritt auf kleinen Chicagoer Bühnen auf und hält sich als Taxifahrer über Wasser. Eines Tages fällt eine junge Frau in einer seiner Shows durch spontane Zwischenrufe auf. Emily (Zoe Kazan) und Kumail kommen sich näher und werden ein Paar. Das Problem: Kumails Eltern möchten, dass er der Tradition entsprechend bei einer arrangierten Hochzeit eine Pakistani heiratet, deshalb hat er ihnen auch nichts von Emily erzählt. Die wiederum macht kurzerhand mit ihm Schluss, als sie davon erfährt. Sie möchte nicht Schuld daran sein, dass Kumails Familie mit ihm bricht. Doch kurz darauf bekommt Emily eine mysteriöse Infektionskrankheit und wird in ein künstliches Koma versetzt. Zusammen mit Emilys Eltern Beth (Holly Hunter) und Terry (Ray Romano) kümmert sich Kumail die nächsten Monate liebevoll um Emily. Doch was wird geschehen, wenn sie wieder aufwacht?
Gestatten: Emily V. Gordon und Kumail Nanjiani. Sie Drehbuchautorin, er Comedian („Silicon Valley“). Ein Traumpaar, das hier seine eigene Geschichte erzählt. Kein geringerer als Judd Apatow, Spezialist für derbe US-Komödien („Beim ersten Mal“, „Brautalarm“), hat diesen Film produziert. Was irritiert, denn diese Tragikomödie hat einen eher tiefer gehenden Independent-Touch und verbindet aufs Souveränste das Drama mit sehr komischen Dialogen. Denn nicht nur auf der Bühne kann Kumail seinen Hang zu Scherzen bändigen. Das Ergebnis: ein hinreißender Film über Humor, Traditionen und das Leben.

The Big Sick USA 2017, 119 Min., R: Michael Showalter, D: Kumail Nanjiani, Zoe Kazan, Holly Hunter, Start: 16.11.

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