Familienbande

„The Dinner“ im Kino

Bereits in „The Messenger“ von 2009 um zwei Soldaten, die den Familien von Gefallenen die traurige Botschaft übermitteln, formte Owen Moverman eine Geschichte, in der sich Gesellschaftskritik, Gewalt und Familie vermischen

Foto: tobis film

So auch hier. Paul ist wenig begeistert, sich mit seiner Frau Claire dem älteren Bruder Stan und dessen Frau Katelyn zum Dinner in einem teuren Restaurant zu stellen. Paul, Ex-Lehrer und Zyniker, fühlt sich schon immer von Stan, dem Politiker, gegängelt. Und so wird er nicht müde, die Konversation mit seinen Sticheleien zu torpe­dieren. Allmählich tritt der Grund des Treffens zutage: Die beiden ­Kinder der Ehepaare haben etwas Fürchterliches getan …
Der ewige Bruderkampf – sinnbildlich hier auch thematisiert durch den US-Bürgerkrieg – entwickelt sich in diesem vielschichtigen Drama zu einem Gesellschaftsbild der USA. Wobei Moverman sein Kammerspiel immer wieder durch Rückblenden und assoziativen Sequenzen unterbricht; eine Erzählstruktur, die eher belastend wirkt.

The Dinner USA 2016, 120 Min., R: Owen Moverman, D: Richard Gere, Laura Linney, Steve Coogan, Rebecca Hall, Start: 8.6.

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