Drogenthriller

„The Infiltrator“ im Kino

Ausgerechnet: Bryan „Breaking Bad“ Cranston als Drogenfahnder

Foto: PPG

Ja, es ist eine Ironie, dass Bryan Cranstons großer Durchbruch seine Rolle als Meth-Dealer Walter White in „Breaking Bad“ war und er jetzt den berühmten Finanz- und Zollfahnder Robert Mazur spielt, den Mann, der 1985 den Kampf gegen Pablo Escobar und das Medellin-Kartell aufnahm.
Mazur ist ein manischer Agent. Und er ist der erste, der die Idee hat, im „Krieg gegen die Drogen“ dem Geld zu folgen. So gerät er auf die Spur des Kartells von Escobar. Unter dem Namen Bob Musella schleicht er sich in die Finanzkreise der Gruppe ein, an seiner Seite die ehrgeizige Agentin Kathy Ertz (Diane Kruger), während ihm sein Kollege Emir Abreu (etwas unterbeschäftigt: John Leguizamo) in der Heimat den Rücken frei hält.
Das braucht im Film etwas Zeit, um in die Gänge zu kommen. Doch in dieser Zeit rekonstruiert Regisseur Brad Furman die „Miami Vice“-Stimmung der 80er-Jahre genauestens. Manchmal wirkt der Plot etwas klobig konstruiert, der Zuschauer muss sich viel selbst zusammenreimen.
Doch schauspielerisch ist dies eine Tour de Force, nicht nur von den Hauptdarstellern. „The Infiltrator“ ist bin hin zur kleinen Nebenrolle großartig besetzt. Selbst wenn er nicht an die großen Klassiker des Genres herankommt: Dies ist kein Remake, keine Fortsetzung, kein Kinderfranchise. Einfach gut! Lutz Göllner

The Infiltrator USA 2016, 127 Min., R: Brad Furman, D: Bryan Cranston, Diane Kruger, Benjamin Bratt

Bewertungspunkte2

 

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