Historiendrama

„The Promise – Die Erinnerung bleibt“ im Kino

Es scheint schwierig zu sein, den Völkermord an den Armeniern dramaturgisch in den Griff zu bekommen, die Brüder Taviani scheiterten 2007 mit „Das Haus der Lerchen“ ebenso wie 2014 Fatih Akin mit „The Cut“; einzig Atom Ego­yan legte 2002 mit dem komplexen „Ararat“ eine gelungene Umsetzung des Stoffes vor

Foto: Capelight

Und nun also Terry George („Im Namen des Vaters“). Er erzählt von Michael Boghosian (Oscar Isaac). Der träumt 1914 von einer Karriere als Arzt und zieht aus seinem Dorf nach Konstantinopel zum Studieren. Dort verliebt er sich nicht nur in die Armenierin Ana (Charlotte Le Bon), sondern lernt auch den Journalisten Chris Myers (Christian Bale) kennen. Doch bevor sich Ana zwischen den beiden entscheidet, bricht der Erste Weltkrieg und damit die systematische Verfolgung der ­Armenier über das Trio herein.
Das Melodram ist vor allem eines: gut gemeint. Klar ist es wichtig, die Erinnerung an den von der Türkei bis heute nicht eingestandenen Völkermord wachzuhalten, aber George hakt die Stationen in Michaels fataler Odyssee lediglich ab.

The Promise (OT) E/USA 2016, 133 Min., R: Terry George, D: Oscar Isaacs, Christian Bale, Charlotte Le Bon, Start: 17.8.

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