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tip-Preview: Das Turiner Pferd

Das_Turiner_Pferd

Der Ungar Bйla Tarr hat mit „Das Turiner Pferd“ (Kinostart: 15. März) einen neuen (und angekündigten letzten) Film vorgelegt, mit dem der Regisseur sein Kino tatsächlich an einen Endpunkt geführt hat: Tarrs Dissidenz der Form manifestiert sich hier in einer bombastisch orchestrierten Hymne an die Künstlichkeit, in einer wie gewohnt schwarz-weißen und erzählerisch minimalistischen Geschichte vom Untergang einer bäuerlichen Welt, in der die Pferde ihren Dienst verweigern und die Armut längst unerträglich geworden ist. Tarr inszenierte seinen Film in wuchtigen Bildern, mit drastischem Soundtrack und gewagten Querverweisen auf Thomas Bernhard und Friedrich Nietzsche. Die äußerste Kompromisslosigkeit ist hier Programm: Eine Arbeit wie „Das Turiner Pferd“ hat die Welt noch nicht gesehen. Wir zeigen den Gewinner des Silbernen Berlinale-Bären (Großer Preis der Jury 2011) an unserem Jour Fixe am Mittwoch, den 7.3. als Preview im Kino Hackesche Höfe.     

Text: Stefan Grissemann

Foto: Basis Filmverleih

„Das Turiner Pferd“ (OMU) am Mi 7.3., 20 Uhr im Kino Hackesche Höfe – Karten an der Abendkasse.

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