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tip-Preview: „Liebe“ von Michael Haneke

Liebe

„Liebe“ ist nicht unbedingt ein Thema (und ein Titel), mit dem man bei Michael Haneke gerechnet hätte. Bisher hat sich der österreichische Regisseur, der in Frankreich seine zweite künstlerische Heimat (und in Deutschland wichtige Produzenten) gefunden hat, ja vor allem mit den Phänomenen der neueren Zeit auseinandergesetzt, die das Lieben (oder auch nur das Auskommen miteinander) so schwierig machen. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass auch sein neuer Film „Liebe“ („Amour“) keineswegs naiven Glücksvorstellungen huldigt. Haneke erzählt die Geschichte von Georges und Anna, zwei hochbetagten Pariser Bildungsbürgern, deren einträchtige Routine durch einen Schlaganfall von Anna zerstört wird. Mit zwei epochalen Stars des europäischen Kinos, Emmanuelle Riva und Jean-Louis Trintignant, inszenierte Haneke ein Kammerspiel, das zugleich an die Grenzen der Existenz, der Kultur und folgerichtig auch der Liebe führt.

Text: Bert Rebhandl

Foto: X-Verleih

Liebe (Amour), tip-Preview am Di 11.9., 20 Uhr, Kino Hackesche Höfe

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