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tip-Preview von „Pieta“

Pieta

Der südkoreanische Regisseur Kim Ki-duk war ein Jahrzehnt lang der Liebling der A-Festivals, mit einer Fangemeinde, die sich an der Kombination von gleichnishaften Geschichten und zelebrierter Extremgewalt erfreute. Dann schlitterte Kim in eine Krise, aus der er sich mit dem irrwitzigen Tagebuchfilm „Arirang“ befreite, und sich so wieder bereit machte fürs Spielfilmkino – prompt belohnt mit den höchsten Festival-Ehren. Der Goldene Löwe für „Pieta“ (Kinostart: 8. November), den der Trophäensammler Kim im September auf dem Festival von Venedig bekam, feierte eine blutigen Parabel auf die kollabierende Finanzwirtschaft. In einem Abgesang auf die südkoreanische Boom-Ökonomie wirbelt Kim Motive aus der christlichen Heilsgeschichte mit höllischen Racheplänen durcheinander. Wir zeigen den Venedig-Gewinner am 31. Oktober in unserer tip-Preview in den Hackeschen Höfen.

Text: Robert Weixlbaumer

Foto: MFA+ FilmDistribution e.K.

tip-Preview: Pieta, Mi 31.10., 20 Uhr, Kino Hackesche Höfe

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