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„Tom meets Zizou“ im Kino

Tom meets Zizou

Der Fußballspieler Thomas Broich bekam von seinen eher bildungsfernen Kollegen einmal den Rufnamen „Mozart“ verpasst, weil er im Autoradio Carl Orff laufen hatte. Die Medien gingen 2002, als Broich seinen Durchbruch hatte, begierig darauf ein, dass hier ein junger Mann nicht nur den tödlichen Pass konnte, sondern anschließend ein Buch mit ins Ermüdungsbecken nahm.
Die Karriere von Broich führte dann aber nicht ins Nationalteam, wie alle erwarteten, sondern in die zweite Liga und schließlich nach Australien, wo er inzwischen wieder sehr erfolgreich ist.
Der Dokumentarfilm „Tom Meets Zizou – Kein Sommermärchen“ von Aljoscha Pause erzählt die Geschichte von Thomas Broich und orientiert sich dabei sehr eng an der Selbstinterpretation seines sehr reflektierten Protagonisten: In zahlreichen Interview-Passagen sowie mit Archivmaterial wird hier nicht nur eine Ära des deutschen Profifußballs heraufbeschworen, die noch ganz präsent ist (Broich galt einmal als begabter als Bastian Schweinsteiger!), es werden auch die Härten eines Geschäfts erkennbar, in dem das Personal (und das Glück) ständig wechselt.

Text: Bert Rebhandl

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Tom meets Zizou – Kein Sommermärchen“ im Kino in Berlin

Tom meets Zizou – Kein Sommermärchen, Deutschland 2010; Regie: Aljoscha Pause; 141 Minuten; FSK: k.A.

Kinostart: 28. Juli 2011

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