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Im Kino: „Tour de Faso“ von Wilm Huygen

Die Hitze machte den Teams aus Deutschland, Holland und Frankreich am meisten zu schaffen. Bei Temperaturen bis zu 40 Grad streckenweise über unasphaltierte, staubige Pisten zu strampeln – da waren die Afrikaner aus Wüstenstaaten wie Algerien eindeutig im Vorteil, auch wenn ihre Velos teilweise zig Jahre alt waren, während die Europäer mit neuen Top-Rädern in 10 Etappen 1.280 Kilometer durch Burkina Faso fuhren. Die seit 1987 veranstaltete Tour du Faso ist das größte Radrennen Afrikas, der Ehrgeiz und Enthusiasmus der patriotischen einheimischen Teilnehmer ist enorm. Die Doku verbindet Szenen von der Wettfahrt mit schönen Landschaftsimpressionen und lokalkoloritreichen Bildmotiven.
Interviews mit Funktionären und Sportlern klären auf über Verbandsintrigen und die Motive, Wunschvorstellungen oder Probleme der Protagonisten im Peloton, wobei neben Lokalmatadoren vor allem die hautnah gefilmten BRD-Radler zu Wort kommen. Mit ihrem Perfektionismus gerieten sie immer wieder mit landesüblichen Gegebenheiten in Konflikt, während die Afrikaner von einer Teilnahme bei der Tour de France träumen.   

Text: Ralph Umard

Foto: Augenschein Filmproduktion

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Tour du Faso“ im Kino in Berlin

Tour du Faso, Deutschland/Frankreich 2012; Regie: Wilm Huygen; 92 Minuten; FSK 0

Kinostart: 29. Mai 

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