Kino & Stream

„Transcendence“ mit Johnny Depp im Kino

Transcendence

Johnny Depp, eigentlich die Hauptfigur von „Transcendence“, tritt hier nur etwa zehn Minuten in attraktiv-lässiger Form auf, dazu ebenso lang eher siech. Ansonsten ist er hier eine mehr oder weniger pixelige Bildschirm-Erscheinung. Depp-Fans wird das zu wenig sein. Und auch Science Fiction-Fans oder Freunden aufregender Ideen und großer Bilder hat das Regie-Debüt von Christopher Nolans Kameramann Wally Pfister leider nichts zu bieten. „Transcendence“ ist nur halb durchdacht, vor allem aber schlecht gemacht.
Dabei steckt viel Potential in der Geschichte des Forschers Caster (Depp), der an Künstlicher Intelligenz arbeitet, aber dann einem Attentat von Technikgegnern zum Opfer fällt. Kurz vor seinem Tod übertragen Ehefrau (Rebecca Hall) und guter Freund (Paul Bettany) sein Bewusstsein in das gigantische Computersystem, doch es wächst die Angst vor Casters wachsender Macht. Pfister ist ambitioniert, irgendwie soll es um Identität und Technikabhängigkeit gehen, aber „Transcendence“ bleibt seltsam freudlos und wirr, wirkt wie ein Buch, bei dem die wichtigen Seiten fehlen, und auch in der plumpen Bildsprache wie wahllos montierte Szenen einer mittelmäßigen Fernsehserie.

Text: Thomas Klein

Foto: Peter Mountain / 2013 Alcon Entertainment, LLC. / TOBIS Film

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Transcendence“ im Kino in Berlin

Transcendence, USA 2014; Regie: Wally Pfister; Darsteller: Johnny Depp (Dr. Will Caster), Rebecca Hall (Evelyn Caster), Paul Bettany (Max Waters); 120 Minuten; FSK 12

Kinostart: 24. April 2014

Mehr über Cookies erfahren