Dokumentarfilm

„Transit Havanna“ im Kino

Queere Demonstranten skandieren „Nein zu Homophobie! Ja zum Sozialismus!“

Foto: Rise and Shine Cinema
Foto: Rise and Shine Cinema

Willkommen in Kuba, wo die soziale und die sexuelle Revolution Seite an Seite marschieren. Zumindest in der Theorie, leider nicht in der Praxis, wie dieser Film zeigt. Zwar engagieren sich offizielle Stellen wie „Cenesex“, das Institut für sexuelle Aufklärung, und deren Direktorin Mariela Castro Espin für die Rechte und Gleichstellung transsexueller Menschen in Kuba – aber der Alltag sieht eher so aus wie die Leben von Malú, Juani und ­Giselle Odette, die davon träumen, das jeweils andere Geschlecht anzunehmen.
Am Ende erfüllt sich zwar nur für Juani der Wunsch nach einer neuen sexuellen Identität, aber die ehrliche Anteilnahme von Regisseur Daniel Abma für seine Protagonisten gibt dem Zuschauer die Hoffnung, dass auch für Malú und Giselle Odette der Tag kommen wird, an dem sie sich nicht mehr als Gefangene in ­ihren eigenen Körpern fühlen.

Transit Havanna D/NL 2016, 88 Min., R: Daniel Abma, Start: 3.11.

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