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„Transporter 3“ im Kino in Berlin

Transporter 3Noch mehr Vollgas, Action und Werbung für Audi lautete offensichtlich die Devise bei den Dreh­arbeiten für das neue „Transporter“-Abenteuer. Vom Kameraflug übers Meer zu Beginn bis zum Schluss trägt es die Handschrift des Produzenten und Drehbuchautors Luc Besson („Das fünfte Element“). Mit der Russin Natalya Rudakova bringt Besson wieder ein neues Mädchen nach seinem Geschmack groß heraus auf der Leinwand. Er hatte die Friseuse auf der Straße entdeckt und ihr etwas Schauspielunterricht verordnet, nun verleiht sie dem Film zickigen Sex-Appeal. Autostunt-As Rйmi Julienne und Martial-Arts-Choreograf Cory Yuen sorgen für aufregende Rennfahrten, Karambolagen und Kampfszenen. Die Handlungsdramaturgie wirkt dagegen weniger ausgereift.
Gewohnt souverän erledigt Jason Statham seinen Job: Er muss die entführte Tochter (Rudakova) des ukrainischen Umweltminis­ters von Marseille quer durch Europa nach Odessa chauffieren. Die Kidnapper wollen den Politiker nötigen, Giftmüll in seinem Land endzulagern. Mit maskulinem Cha­risma und coolen Auftritten im schicken Anzug empfiehlt sich der mimisch wie physisch sichtlich in Topform agierende Statham einmal mehr als ideale James-Bond-Besetzung.

Text: Ralph Umard

tip-Bewertung: Annehmbar

Transporter 3, Frankreich 2008; Regie: Olivier Megaton; Darsteller: Jason Statham (Frank Martin), Robert Knepper (Jonas Johnson), Natalya Rudakova (Va­lentina Vasilev); Farbe, 104 Minuten

Kinostart: 8. Januar 2009

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