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Trauer um Peter Schamoni

Zur Sache, SchätzchenIm Alter von 77 Jahren ist der Filmemacher Peter Schamoni am Dienstag (14.6.) in München gestorben. Der gebürtige Berliner litt an Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Schamoni machte sich zunächst in den 1950er und 1960er Jahren als Regisseur einen Namen und trat später auch als Produzent in Erscheinung. Mit seinem Spielfilmdebüt „Schonzeit für Füchse“ gewann Schamoni 1966 drei Deutschte Filmpreise sowie bei der Berlinale den Silbernen Bären. Vier Jahre zuvor gehörte der Filmemacher zu den Unterzeichnern des Oberhausener Manifests, welches den radikalen Bruch mit dem bisherigen deutschen Filmschaffen besiegelte und dessen Unterzeichnung heute als Geburtsstunde des Neuen Deutschen Films gilt. Im Laufe seines Schaffens sammelte der Berliner, der seit seinem Filmstudium in München lebte, zahlreiche weitere Preise, darunter insgesamt sechs Bundesfilmpreise, fünf Bayerische Filmpreise und eine Oscar-Nominierung („Hundertwassers Regentag“, 1973).
Schamonis wohl bekanntestes Werk war „Zur Sache, Schätzchen“ (Szenenfoto), welches er 1968 produzierte. Der Film machte die junge Uschi Glas zum Star. 2009 wurde Schamoni mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk beim Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet.

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