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„Tron Legacy“ im Kino

Tron Legacy

Das Original ist Kult und Mythos: Auch heute packt Technikbastler, Comicfans und andere Stubenhocker Wehmut, wenn sie an Steven Lisbergers „Tron“ (1982) denken, Disneys seinerzeitigen Versuch, an den Boom des Science-Fiction-Kinos und die Begeisterung für Videospiele anzuschließen. Das sah verdammt gut aus, die mühevoll handanimierten „Computerbilder“ ließen den Nonsens der Geschichte fast übersehen.
28 Jahre später kommen die Bilder der Fortsetzung wirklich aus dem Computer, die Welt von „Tron Legacy“ ist hübsch düster, das neue Design spielt mit Form- und Farbgebung des Originals. Inhaltlich geht es seltsam nostalgisch und etwas konfus zu: Die Suche von Sam Flynn (Garrett Hedlund) nach seinem vor Jahren verschwundenen Vater Kevin (Jeff Bridges) führt in eine fast altmodische virtuelle Welt, in der alles möglich ist, aber nur wenig Sinn macht. Am besten funktioniert „Tron Legacy“ so als digitaler (in der 3D-Fassung nicht sonderlich plastischer) Bilderrausch und als zweistündiges Musikvideo von Daft Punk, die dieser Kunstwelt passgenau etwas 90er-Jahre-Elektronik und viel orchestrale Filmmusik mitgeben.

Text: Thomas Klein

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Tron Legacy“ im Kino in Berlin

Tron Legacy, USA 2010; Regie: Joseph Kosinski; Darsteller: Jeff Bridges (Kevin Flynn), Garrett Hedlund (Sam Flynn), Olivia Wilde (Quorra); 127 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 27. Januar

Lesen Sie hier: Hinter den Kulissen von „Tron Legacy“

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