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Turbulente Vita: „Frühes Versprechen“ im Kino

Biopic Der französische Autor Romain Gary wurde als Einziger gleich zwei Mal mit dem begehrten Prix Concourt in den Olymp der Literaten gehoben. Entdeckt wurde dies erst nach seinem Freitod 1980, denn er benutzte auch das Pseudonym Émile Ajar. Zudem war er Pole, Russe, Franzose, Jude – und verheiratet mit Jean Seberg.

Foto: Camino Filmverleih/Julien Panié

Geformt hat diese schillernde Figur der Größenwahn einer Übermutter: Nina. In der Autobiografie „Frühes Versprechen“ (1960) setzt ihr Romain Gary ein Denkmal. Nun wurden diese ­Erinnerungen zum dritten Mal verfilmt – mit einer überwältigenden Charlotte Gainsburg als Nina und Pierre Niney, der in Garys Lebensspanne zwischen 18 und 44 Jahren überzeugt.

Eric Barbiers Bio-Pic zeigt Garys Kindheit, der 1914 im litauischen Vilnius geboren wurde. Und wie er als jüdisches Kind seine Identität finden muss, konfrontiert mit den Wunschvorstellungen der Mutter. Eric Barbier geht es um die Symbiose zwischen Mutter und Sohn, um die emotionale Bandbreite zwischen Fürsorge, Selbstverwirklichungswahn und Anspruch auf Gehorsam seitens Nina. Und darum, wie ein ­sen­- sibler Junge versucht, all dem ­gerecht zu werden.

La promesse de l’aube (OT), F, 2017, 131 Min., R: Eric Barbier, D: Pierre Niney, Charlotte Gainsbourg, Didier Bourdon, Start: 7.2.

 

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