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Türkische Filmwoche in Berlin

Türkische Filmwoche

Vor 50 Jahren schlossen Deutschland und die Türkei das Anwerbeabkommen und setzten damit eine Migrationsbewegung in Gang, die beide Länder nachhaltig verändern sollte. In ihrer neunten Ausgabe begeht die Türkische Filmwoche das Jubiläum mit einer kleinen Hommage, die sich der deutsch-türkischen Filmgeschichte widmet. Zu sehen sind beispielsweise Sinan Зetins Problemfilm-Parodie „Berlin in Berlin“, Thomas Arslans Spielfilmdebüt „Geschwister“ und Neco Зeliks Kreuzberger Heimatfilm „Urban Guerillas“. Kulturelle Vielfalt steht auch im Zentrum einiger Beispiele gegenwärtigen türkischen Filmschaffens, darunter „Geschichten aus Kars“, der fünf Kurzfilme aus der ostanatolischen Provinz an der Grenze zu Armenien präsentiert, und „Sieben Hinterhöfe“, der das ethnische Gewirr in der Mittelmeermetropole Antakya nahe Syrien einfängt. Das aktuelle Autorenkino der Türkei wird unter anderem vertreten von Zeki Demirkubuz’ Literaturverfilmung „Neid“ und Seyfi Teomans Berlinale-Wettbewerbsbeitrag „Our Grand Despair“.

Text: Alexandra Seitz

9. Türkische Filmwoche Berlin, Cinema Paris, Broadway, Babylon; Do 7. bis Sa 16. April

www.tuerkischefilmwoche-berlin.de

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