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„Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ begeistert weibliche Teenager

TwilightBella ist gerade aus Arizona hierher gezogen und schon beim ersten Anblick von Edward verliebt sie sich in ihn. Als der ihr später mit scheinbar übermenschlichen Kräften bei einem Autounfall das Leben rettet, beginnt sie zu begreifen, dass Edward kein normaler Sterblicher ist. In der Tat, bei den Cullens handelt es sich um einen Vampirclan, der allerdings seinen Blutdurst nicht an Menschen, sondern ausschließlich an Tieren stillt.
Manchmal basieren Erfolgsrezepte auf ganz einfachen Ideen: Die junge amerikanische Autorin Stephenie Meyer verband den Vampirmythos mit dem von Romeo und Julia – Bella und Edward sind hier die Liebenden, die nicht zueinander kommen können. Aus Meyers „Bis(s) zum Morgengrauen“ wurde mittlerweile ein Quartett von Büchern, weltweit in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Der finale Band verkaufte in den USA am Erscheinungstag allein 1,3 Millionen Exemplare, ebenso viele hat der deutsche Verlag mittlerweile von den ersten drei Bänden abgesetzt. Die romantische „Bis(s)“-Saga ist in erster Linie ein Jugendkultur-Phänomen: Die Bücher sind auf weibliche Teen­ager zugeschnitten, die sich mit Bella der Schwärmerei hingeben können und mitbangen, ob ihre Liebe zu Edward Gestalt annehmen kann.
In der Schlüsselszene des Films stattet Edward eines Nachts Bella einen Besuch ab, und die beiden beginnen, Zärtlichkeiten auszutauschen, bis er sie plötzlich zurückstößt: Er wisse nicht, ob er sich unter Kontrolle hätte. Gemeint ist seine Lust, zu beißen, aber wer an eine andere Lust denkt, dürfte nicht falsch liegen. Die Umdeutung des romantisch-erotischen Elements des Vampirmythos zur Sehnsucht, zur hinausgeschobenen Erfüllung, die es erlaubt, die Unschuld zu bewahren, trifft einen Nerv: Mit einem Einspielergebnis von bislang 158 Millionen Dollar ist „Twilight“ in den USA fast so erfolgreich wie der neue Bond-Film (war aber mit einem Budget von 37 Millionen Dollar wesentlich billiger).

Text: Frank Arnold

tip-Bewertung: Sehenswert

Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen (Twilight), USA 2008; Regie: Catherine Hardwicke; Darsteller: Kristen Stewart (Bella Swann), Robert Pattinson (Edward Cullen), Billy Burke (Charlie Swann); Farbe, 122 Minuten

Kinostart: 15. Januar 2009

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