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„Una noche – Eine Nacht in Havanna“ im Kino

Una Noche - Eine Nacht in Havanna

Für die Geschwister Elio und Lila kommt es eines Tages, wie es kommen muss: Fast unmerklich hat sich ein Verlangen in das Leben beider geschlichen, das nicht mehr mit den alten Gewohnheiten vereinbar ist. Sowohl Elio als auch Lila entdecken die Liebe, realisieren das Ende ihrer Kindheit, erkennen die Eltern als anfechtbare Gestalten. Und beginnen, von einer Zukunft fernab Kubas zu fantasieren. Insbesondere Elio, der durch die Küchenarbeit in einem Hotel nicht nur mit Touristen konfrontiert ist, sondern auch mit Raul. Letzterer träumt seit jeher von einer Flucht ins nur neunzig Meilen entfernte Miami. Und Elio träumt von Raul. Der Fakt, dass sich die Entwicklung aller drei so dicht beieinander entrollt, ja, zu einem komplizierten (und aufregenden) Geflecht verdichtet, liegt zum einen an der Nähe zwischen Elio und Lila – es handelt sich natürlich um ein Zwillingspaar. Zum anderen ist es ein recht eleganter Kniff von Regisseurin Lucy Mulloy, die in ihrem Debüt anhand von drei jungen Erwachsenen ein Breitwandporträt Havannas zeichnet, das berauscht und verführt, manchmal ekelt und in seiner Ausdehnung überfordert.

Text: Carolin Weidner

Foto: Kairos Film

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Una noche – Eine Nacht in Havanna“ im Kino in Berlin

Una noche – Eine Nacht in Havanna (Una noche), ?Kuba/USA 2012; Regie: Lucy ?Mulloy; Darsteller: Dariel Arrechaga (Raul), Anailнn de la Rъa de la Torre (Lila), Javier Nъсez Floriбn (Elio); 90 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 12. Dezember

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