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„Underwater Love – A Pink Musical“ im Kino

Underwater Love

Diejenigen, die wissen, was ein Kappa ist, würden das Wasserwesen mit Schnabel und Rückenpanzer eigentlich in einer japanischen Fabel vermuten. In „Underwater Love“, koproduziert vom deutschen Verleih Rapid Eye Movie, wird es jedoch zur Hauptfigur in einem sehr speziellen Verquickungsexperiment aus Musical und japanischem Erotikfilm, einem sogenannten „Pink Movie“. Mit geringem Budget, aber bestens gelaunt wird darin ein manchmal vielleicht etwas zu ausgestellt bizarres Liebesmärchen in einer Fischfabrik erzählt, in dem unter anderem eine Analperle, ein kiffender Todesgott in bunten Hippieklamotten und eine minimalistische, bewusst schlecht sitzende Kappa-Maske zum Einsatz kommen.
Dabei werden die Genres immer wieder ironisch und mit absurdem Humor unterlaufen: Ganz gleich, ob es sich um die Musicalszenen handelt, deren schlendernde Choreografien zum herzig tuckernden Elektropop von Stereo Total so wirken, als würden die Beteiligten an einem Sommertag durch einen Park tänzeln. Oder um die eigentümlichen Softsexszenen mit dem Kappa, in denen ein grüner Riesenriffelschniedel in Betrieb genommen wird.

Text: Sascha Rettig

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Underwater Love“ im Kino in Berlin

Underwater Love – A Pink Musical (Onna no kappa), Japan/Deutschland 2011; Regie: Shinji Imaoka; Darsteller: Sawa Masaki (Asuka Kawaguchi), Yoshirф Umezawa (Tetsuya Aoki), Ai Narita (Reiko Shima); 86 Minuten; FSK 16

Kinostart: 27. Oktober

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