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„Underworld: Aufstand der Lykaner“ im Kino

Underworld: Aufstand der LykanerDie schaurige Mär, von der Len Wise­man in den beiden bisherigen „Underworld“-Filmen erzählte, war eine actionlastige Mixtur aus verwickelten Mutanten-Ge­nea­logien und wechselnden Verräter-Verschwörungen. Die Vorgeschichte der Fehde, die in „Underworld – Aufstand der Lykaner“ nachgereicht wird – diesmal unter der Regie von Patrick Tatopoulos, Produktionsdesigner der ersten beiden Teile –, ist denkbar simpel: Es begab sich nämlich vor 700 Jahren, dass Lucian und Sonja in Liebe zueinander entbrannten. Und weil Lucian ein versklavter Werwolf und Sonja die Tochter von Obervampir Viktor ist, stand diese Liebe unter keinem guten Stern.
Was folgt, ist eine Tragödie von Shakespearescher Dimension, die inmitten des einmal mehr gezündeten Spezialeffekte-Feuerwerks etwas befremdlich wirkt. Schuld ist Michael Sheen, der in der Rolle des meist halb nackten Lucian darauf beharrt, glaubwürdige schauspielerische Leistungen zu zeigen. Sein mitreißend zwischen „Spartacus“ und „Romeo und Julia“ wechselndes Spiel tröstet nicht nur über die Abwesenheit von Latex-Amazone Kate Beckinsale hinweg, sondern erhöht auch den Unterhaltungswert dieses ansonsten eher gestanzten Fließbandproduktes ganz erheblich.

Text: Alexandra Seitz

tip-Bewertung: Zwiespältig

Underworld: Aufstand der Lykaner (Underworld: Rise of the Lycans), USA 2009; Regie: Patrick Tatopoulos; Darsteller: Michael Sheen (Lucian), Rhona Mitra (Sonja), Bill Nighy (Viktor); Farbe, 92 Minuten

Kinostart: 26. Februar 2009

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