• Kino & Stream
  • „Unser Bobele als Blockbuster“ von Bert Rebhandl

Kommentar

„Unser Bobele als Blockbuster“ von Bert Rebhandl

Einer der Nebenaspekte der derzeit allerorten diskutierten Causa Bumbum hat mein Interesse als Filmkritiker geweckt

Bert Rebhandl

Zu den ­Kollateralschäden der Kreditkrise von Boris Becker zählt offensichtlich, dass das vielbesprechende Projekt eines Films über seine Wimbledonsiege nicht weiter verfolgt wird.
Dabei muss man doch von einer vielversprechenden Konstellation sprechen: Matthias Schweighöfer als Produzent, Boris Becker als Berater, und – warum eigentlich nicht? – die durchaus denkbare Option, dass Schweighöfer sich vielleicht auch selbst für die Hauptrolle des anfangs 17-jährigen Bobele aus Leimen interessieren könnte.
Bei der Filmförderungsanstalt (FFA) und beim Medienboard Neckargmünd-Sinsheim (das als solches allerdings erst für diesen Zweck ins Leben gerufen werden müsste) sollten jedenfalls bei ­dieser Sache alle Alarmglocken sofort auf Grün springen, was wiederum gut zum wichtigsten Ausstattungsaspekt des Films passen würde, der ja im Wesentlichen auf dem gleichfarbigen Rasen zu drehen wäre.
Bleibt als offene Frage vor allem eine: Wer überredet Winfried Glatzeder, für die Rolle des Schurken, des berechnenden Tschechen Ivan Lendl, noch ­einmal an seiner einhändigen Rückhand zu arbeiten?

Mehr über Cookies erfahren