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„Unsere kleine Schwester“ in der tip-Preview

Unsere kleine Schwester

Der japanische Regisseur Hirokazu Koreeda wird häufig unterschätzt, nicht zuletzt deswegen, weil er gern mit Kindern dreht und einen sehr diskreten Stil hat. Auch sein neuester Film „Unsere kleine Schwester“ drängt sich in keiner Sekunde auf, für aufmerksame Beobachter aber öffnet sich hier eine ganze Welt: Drei Schwestern, die in einem wunderbar altmodischen Haus mit Garten leben, treffen beim Begräbnis ihres Vaters auf eine deutlich jüngere Halbschwester. Sie nehmen sie bei sich auf, und damit verändert sich der Blick auf die Familiengeschichte, auf die Verletzungen, die jede dieser drei Frauen anders zu verarbeiten versucht, auf die Freiheiten und das Zusammensein.
Beiläufig untersucht Koreeda dabei auch, wie es um die traditionellen Lebensformen in Japan bestellt ist, wie der Kimono zu moderner Palliativmedizin passt, und wie ein Makrelenrezept zu einem echten Vermächtnis werden kann.

Karten für unsere Preview gibt es an der Abendkasse.

Text: Bert Rebhandl

Unsere kleine Schwester, tip-Preview am Mittwoch, den 02. Dezember 2015 um 20.00 Uhr im Kino Hackesche Höfe

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