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„Vater Morgana“ im Kino

Vater Morgana

Für Walther, charmanter Provinz-Sinatra und leidvoll kultiviertes Trauma seines biederen Sohnes, ist Alzheimer keine Katastrophe, sondern nur ein leicht veränderter Modus Operandi, der durchaus seine Vorzüge hat. Zumal, wenn die kriminelle Energie noch über Rentenniveau liegt. Das könnte grandioser Komödienstoff sein, reicht hier aber nur für kalauernde Garnitur auf sentimentaler Hausmannskost. Das Vater-Sohn-Paar Gwisdek/Ulmen wird von der Regie unerbittlich in die mimische Monokultur des Chargentums getrieben, die nur deshalb für gewisse Zeit originell wirkt, weil alle anderen Figuren komplette Pappkameraden sind.

Text: Stella Donata Haag

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Vater Morgana“ im Kino in Berlin

Vater Morgana, Deutschland 2010; R: Till Endemann; D: Christian Ulmen (Lutz), Michael Gwisdek (Walter); 90 Min.; FSK k.A.

Kinostart: 16. Dezember

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