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Verdrängung hat viele Gesichter

Verdrängung hat viele Gesichter

Verwilderte Brachen am ehemaligen Mauerstreifen. Motorsägen und Baukräne. Neubauten, Eigentumswohnungen und steigende Mieten. Ein kleiner Kiez zwischen Ost und West. Zwischen versteckter Armut, Wagenburg, AltmieterInnen und der neue alternativen Mittelschicht, Architekten, Baugruppen. Auf engstem Raum wird ein Kampf ausgetragen. Von Gesicht zu Gesicht. Direkt. Ohne Blatt vor dem Mund. Ängste artikulieren sich. Auf allen Seiten. Wut verschafft sich Ausdruck. Ein Kampf um Millimeter. Um den Kiez. Um Würde. Und um das eigene Leben. Der Blick in einen Mikrokosmos namens „Kiez“, vergleichbar einem städtischen Dorf mit 11.000 BewohnerInnen steht im Kontext eines sich rasant wandelnden Berlins. Die Provinzialität, die jedem Berliner Kiez anhaftet, macht das Besondere aus. Der Blick ins „Kleine“ spiegelt das menschliche Drama im „Großen“ wieder, welches Städte wie Berlin derzeit anhaftet.

Verdrängung hat viele Gesichter im Eiszeit Kino, Di 28.10., 18.30 Uhr

Mit der Erwebslosen-Initiative BASTA! und den Filmemachern, anschließend Gespräch: Ist Eigentumsbildung auch ein Angriff auf die Ärmsten dieser Stadt? Wie wirkt sich das zum Beispiel an den Jobcentern aus? Und welche Strategien entwickeln Arme dagegen das die Mieterstadt Berlin derzeit vor dem Ausverkauf steht? Durch Umwandlung in Eigentumswohnungen, Luxusbauten und steigende Mieten. Sparen Menschen am Essen um in ihrem Kiez zu bleiben?

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