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Drama 

Verloren irgendwo in der Ukraine: „Vulkan“ im Kino

Lucas arbeitet als Fahrer für die OSZE in der Ukraine. Als er in einem entlegenen Winkel eine Panne hat, begibt er sich in ein Dorf, nur um danach festzustellen, dass das Auto mit den Diplomaten verschwunden ist

Vadym Ilkov

Lucas fällt komplett aus der Welt, die er bisher gekannt hat (sicheren Mobiltelefonempfang, saubere Kleidung, hauptstädtischer Umgang). Stattdessen wird Lucas (mit der stoischen Würde eines wehrlosen Westernhelden: Serhiy Stepansky) zum Spielball der ­Leute in dem Kaff am Dnipro: gelangweilte Jugendliche, üble Gesellen – und ein Mann namens Vova, der mit Frau und Tochter in einer „Arche“ lebt. Vova verkörpert den verzweifelten, zugleich gewitzten Überlebenssinn in einem Land, das durch den Krieg mit Russland an seiner Entwicklung gehindert wird.

Roman Bondarchuk ist ein Ästhet, er erzählt in sorgfältig gestalteten, meist distanzierten Bildern und findet einen eigenwilligen Tonfall zwischen Komik und abgründiger Gewalt. Für das junge Kino der Ukraine ist „Vulkan“ ein wichtiger Schritt, mit einer beachtlichen Karriere auf internationalen Festivals, er läuft am passenden Ort: im Krokodil.

Vulkan UKR/D 2018, 106 Min., R: Roman Bondarchuk, D: Serhiy ­Stepansky, Viktor Zhdanov, Chrystyna Deilyk, Start: 17.10. im Kino Krokodil

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