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Verlorenwasser in Berlin im Kino

verlorenwasserDer Ort Verlorenwasser im Fläming südwestlich von Berlin trägt seinen Namen nach einem Gewässer, das nach dem Ursprung noch einmal verschwindet und eine Weile unterirdisch fließt, bis es schließlich wieder zur Erdoberfläche zurückfindet. Peter Roloff hat sich für sein vierteiliges Filmprojekt „Verlorenwasser“ von diesem Bach inspirieren lassen, zumal er dort entspringt, wo die DDR einmal ihren geografischen Mittelpunkt hatte.

Über einen Zeitraum von 20 Jahren sind die vier Filme entstanden, im ersten sind viele Wahllokale zu sehen, am Tag der ersten freien Kommunalwahlen nach dem Ende der DDR. Peter Roloff ist ein Spuren­sucher und Spurenleger, er bringt die Landschaften zum Sprechen, oder er lässt Menschen an unvermuteten Orten sprechen, verlorenwasserwenn er etwa einen Fernseher auf einem Strohballen aufstellt und mitfilmt, wie ein Mann von sich erzählt. „Verlorenwasser“ ist ein eigenwilliges Projekt ir­gendwo zwischen Kon­­zept­kunst und Homemovie, und obwohl Peter Roloff aus dem Westen stammt, hat er viel Sinn für die Besonderheiten der ehemaligen DDR.

Text: Bert Rebhandl
 
(tip-Bewertung: Annehmbar)

Verlorenwasser 1 – 2 – 3 – 4 im Kino in Berlin
Deutschland 1990–2010; Regie: Peter Roloff; 100 Minuten;
Kinostart: 18. März

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