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„Verrückt nach Dir“ im Kino

Verrückt nach Dir

In „Verrückt nach Dir“ spielt der 32-Jährige Long zum zweiten Mal an der Seite von Drew Barrymore: ein Traumpaar, wie nach wenigen Minuten klar ist. Bei nerdigen Beschäftigungen wie Retro-Automatenspielen und Filmdebatten über Tom Cruise kommen sie sich nahe. Da die von Barrymore gespielte Erin aber nach ihrem New-York-Praktikum wieder weg muss ins ferne San Francisco, lebt das Paar nun in einer Fernbeziehung.
Das ist schwierig, wie man weiß; doch in Nanette Bursteins Spielfilmdebüt auch amüsant und – für Hollywood-Niveau – recht frech. So vertraut der Film auf die schöne Chemie zwischen den Hauptdarstellern, zeigt sie bei verwackeltem Skypen, dirty talk via Telefon oder umständlichen Wochenend­visiten. Bald aber häufen sich grobe Gags, etwa wenn das Paar enthemmten Sex auf dem Esstisch startet, an dem der überraschte Schwager sitzt und sich ein Brot schmiert, oder wenn Long nur mit Duschhaube bekleidet im Sonnenstudio verrückt spielt. Offenbar fürchtet die Regisseurin, der zugegeben etwas schmale Plot sei nicht interessant genug.

Text: Ulrike Rechel

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Verrückt nach Dir“ im Kino in Berlin

VERRÜCKT NACH DIR (GOING THE DISTANCE), USA 2010; Regie: Nanette Burstein; Darsteller: Drew Barrymore (Erin), Justin Long  (Garrett), Christina Applegate (Corinne); 103 Minuten

Kinostart: 2. September

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