• Kino & Stream
  • „Veruschka – Inszenierung (m)eines Körpers“ im Kino

Kino & Stream

„Veruschka – Inszenierung (m)eines Körpers“ im Kino

VeruschkaLange vor den vermeintlichen Supermodels unserer Tage war Vera von Lehndorff alias Veruschka das wahre (Foto-)Supermodel. Und zwar vor allem deshalb, weil sie sich selbst nie als Kleiderständer begriffen hat, sondern als kreative Mitarbeiterin in einer akribischen Inszenierung, die im besten Fall Kunst ergibt. Vera von Lehndorff besitzt Persönlichkeit und Talent, das merkt man ihr in der Dokumentation „Veruschka – Inszenierung (m)eines Körpers“ (Regie: Ex-Warhol-Mitarbeiter Paul Morrissey und der Fotograf Bernd Boehm) sofort an – ebenso wie ein analytisches Verständnis für ihren Beruf, etwa wenn sie in knappen Sätzen sehr präzise die Arbeit von berühmten Fotografen wie Irving Penn und Richard Avedon charakterisiert. Idee und Buch des Films stammen von ihr:  Vor der Kamera und aus dem Off erzählt sie aus ihrem Leben und von ihrer Karriere, die sie in den letzten Jahren mit ihren fotografischen Selbstporträts und in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Holger Trülsch immer stärker selbst bestimmt hat. Die Bilder dazu sind spektakulär und stylish: Die öffentliche Veruschka erscheint mit ihren Fotoshootings und Kunstaktionen über 50 Jahre hinweg nahezu lückenlos dokumentiert.

Text: Lars Penning

Foto: Missingfilms

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Veruschka“ im Kino in Berlin

Veruschka – Inszenierung (m)eines Körpers (Veruschka), Deutschland 2005; Regie: Paul Morrissey und Bernd Böhm; 72 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 27. Oktober

Mehr über Cookies erfahren