Kino & Stream

„Voices of Violence“ im Kino

Rohe Gewalt und sexueller Missbrauch als Kriegswaffe. Die Filmemacherin Claudia Schmidt ist monatelang durch die Demokratische Republik Kongo gereist und hat Frauen getroffen, die von ihren traumatischen Erlebnissen berichten. Die Opfer sitzen frontal zur Kamera und schildern im Detail von den abscheulichen Misshandlungen, die sie in den Rebellengebieten erfahren haben: Erniedrigung, Folter, Verstümmelung und Massenvergewaltigung. Sie mussten sogar selber morden um zu überleben. Nach den Überfällen kehrten die Frauen aus dem Busch zurück und wurden sehr oft von ihren Ehemännern und dem Heimatdorf geächtet. Die Opfer erzählen von diesen Geschehnissen ohne nach Luft zu ringen oder zu weinen. Diese Dokumentation ist eine wichtige und knallharte Bestandsaufnahme. Da tritt die Qualität der filmischen Umsetzung in den Hintergrund.    

Text: Thomas Schmidt

Foto: Promo

Orte und Zeiten: Voices of Violence

Voices of Violence D 2015, 92 Min., R: Claudia Schmid

Kinostart: Do, 10. März 2016

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