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Von und mit Ben Affleck: „Argo“ im Kino

Argo

Wie bekommt man die sechs Amerikaner, die vor der Erstürmung der US-Botschaft in Teheran am 4. November 1979 noch fliehen konnten und sich jetzt in der Residenz des kanadischen Botschafters verstecken, schnell und unauffällig außer Landes? Die „beste schlechte Idee“ hat der CIA-Fluchthilfe-Experte Tony Mendez (Ben Affleck), er will sie als kanadisches Filmteam auf Location-Suche ausreisen lassen. Dafür braucht er falsche Papiere und ein fiktives, aber überzeugendes Projekt. Mithilfe des Make-up-Veteranen John Chambers (John Goodman) und des knorrigen Produzenten Lester Siegel (Alan Arkin) stellt Mendez in Hollywood „Argo“ zusammen. Aber werden Drehbuch, Storyboards und Branchen-Anzeigen für diese murksige „Star Wars“-Kopie die Iraner auch überzeugen?
Ben Affleck konnte nach langen Jahren in oft faden „Leading Man“-Rollen als talentierter und aufmerksamer Regisseur reüssieren, nach den eindrucksvollen Krimi-Dramen „Gone Baby Gone“ (2007) und „The Town“ (2010) traut er sich mit „Argo“ an einen nicht unverfänglichen Stoff. Doch der Herausforderung ist ­Affleck voll gewachsen. Aus der historischen Fußnote macht er fesselndes Kino, bei dem er gekonnt Spannungsmomente und die Ängste der geflohenen Amerikaner mit treffsicheren, absurd-amüsanten Einblicken ins Filmgeschäft ausbalanciert.

Text: Thomas Klein

Foto: Claire Folger / 2012 Warner Bros. Entertainment Inc.

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Argo“ im Kino in Berlin

Argo, USA 2012; Regie: Ben Affleck; Darsteller: Ben Affleck (Tony Mendez), Alan Arkin (Lester Siegel), John Goodman (John Chambers); 120 Minuten; FSK 12

Kinostart: 8. November

Lesen Sie hier: Ein Interview mit Ben Affleck

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