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„Voodoo – Die Kraft des Heilens“ im Kino

Voodoo - Die Kraft des Heilens

Wir assoziieren Haiti, seltsame Prozessionen, Puppen mit Nadeln – und Zombies gehören ja auch irgendwie dazu. Tatsächlich ist Voodoo jedoch eine mystische Naturreligion, bei der es keineswegs um das Zerstören, sondern um das Erhalten geht. Sie stammt aus dem westafrikanischen Benin, wo Voodoo mittlerweile ganz offiziell als Religion anerkannt ist.
Der Ethnologe, Fotograf und Filmemacher Henning Christof konnte sich dort über Jahre hinweg umsehen und fand mit seiner Kamera auch Zugang zu den unbekannten Ritualen. Deren ganz unterschiedliche Aspekte beleuchtet sein Film „Voodoo – Die Kraft des Heilens“: Es geht um das Anrufen von Göttern und Ahnen, die verschiedenen Opferpraktiken, das Heilen mysteriöser Krankheiten oder auch um die Einhaltung sozialer Normen. Kurze Schrifttafeln erläutern dabei die verschiedenen, meist in größerer Gemeinschaft ausgeführten und ansonsten unkommentierten Rituale.
Und ein wenig liegt hier das Problem des Films: Die Bilder aus der fremden Welt mögen faszinieren – für ein tiefergehendes Verständnis ist jedoch gute Vorbildung bzw. eine Menge eigener Recherche oder aber die Begleitung eines einschlägigen Experten beim Kinobesuch unbedingt Voraussetzung.

Text: Lars Penning

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Voodoo – Die Kraft des Heilens“ im Kino in Berlin

Voodoo – Die Kraft des Heilens, Deutschland 2009; Regie: Henning Christoph; 70 Minuten

Kinostart: 8. Juli

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