Satire

„War Dogs“ im Kino

Deal mit Albanien: Die „War Dogs“ versuchen sich im Waffengeschäft

Foto: Warner

Die Geschichte des amerikanischen „Kriegs gegen den Terror“ wartet noch auf einen großen Historiker. Aber auch so ist klar, dass Inkompetenz und Arroganz eine große Rolle spielen werden. Die Waffenhändler Efraim Diveroli und David Packouz handeln zwar auf eigene Rechnung, sie sind aber als Spiegelfiguren für eine Kriegsmaschine zu sehen, mit der die USA in Afghanistan und im Irak unterwegs waren.
„Arms and Dudes“ hieß die Reportage über die beiden echten Typen, die für diese finstere Komödie Pate standen. David Packouz (die Film­figur) ist ein ganz netter Typ. Er hat nur einen unangenehmen Job: Er ist Masseur, einige Klienten buchen sexuelle Gefälligkeiten dazu. Packouz ist offen für die Ideen von Diveroli – ein großspuriger Bekannter, den Jonah Hill hemmungslos zum Besten gibt. Gemeinsam fädeln die Laien einen Deal ein, für den sie nach Albanien reisen müssen – und der sie überfordert.
„War Dogs“ ist nicht die erste Komödie, die den Zynismus der US-Weltsoldatenrolle auf die Schippe nimmt, auch nicht die beste. Aber ein toller Gastauftritt von Bradley Cooper rundet die Sache ganz gut (und fast schon wieder moralisch vertretbar) ab.

War Dogs USA 2016, 115 Min., R: Todd Phillips, D: Jonah Hill, Miles Teller, Bradley Cooper, Ana de Armas, Start: 29.9.

Bewertungspunkte3

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