Drama

„Was gewesen wäre“ im Kino

Ronald Zehrfeld, Christiane Paul; Foto: Flare Film Reinhold Vorschneider

Ein frisches Liebespaar: Astrid (Christiane Paul) und Paul (Ronald Zehrfeld), sie Ende 40, er etwas jünger. Überraschend hat Paul sie zu einem Wochenende ins Budapester Hotel Gellért eingeladen. Doch als Astrid im Foyer einen deutschen Mann sieht, entgleisen ihr die Gesichtszüge: Es ist Julius (Sebastian Hülk), ihre Jugendliebe aus DDR-Zeiten. In Rückblenden erfahren wir, wie sich die beiden Mitte der 80er kennenlernen. In der Gegenwart drängt Paul darauf, Julius zu stellen.

Regiedebütant Florian Koerner von Gustorf ist Filmproduzent fast aller Filme von Christian Petzold und hat nun den Liebesroman von Gregor Sander verfilmt. Wie Petzold erzählt Körner von Gustorf eher unspektakulär mit Bildern, Blicken und Gesten, die Dialoge sind sparsam. Da bleibt Raum für die Schauspieler, und den wissen Christiane Paul und Ronald Zehrfeld zu nutzen. So entsteht ein leises Drama darüber, was eine Person ausmacht – eben nicht nur die Gegenwart, sondern auch das Erlebte. Allerdings wirkt der Ausflug in die heutige europäische Grenzpolitik gegen Ende ein wenig wie ein Fremdkörper.

Was gewesen wäre, D 2019, 90 Min., R: Florian Koerner von Gustorf, D: Christiane Paul, Ronald Zehrfeld, Sebastian Hülk, Start: 21.11.

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