Romantic Comedy

Destination Wedding

Liebe auf den zweiten Blick: „Destination Wedding“

Foto: Ascot Elite

Frank (Keanu Reeves) und Lindsay (Winona Ryder) – zwei Reisende, die sich schon bei ihrem ersten Aufeinandertreffen im Flughafenterminal nicht sonderlich grün sind. Und nachdem man im Flieger dann auch noch nebeneinander platziert wird, schwant es ihnen allmählich, dass sie auf dem Weg zur selben Hochzeit sind. Der Bräutigam entpuppt sich als Franks Bruder und Lindsays Ex – er hat zur Trauung in einem abgelegenen kalifornischen Hotel geladen.

Also bleibt unseren beiden Neurotikern nicht viel mehr übrig, als mit ihrem Schicksal zu hadern. Während man sich weiter kabbelt und zofft, sind sich Frank und Lindsay bald auch in ihrer Antipathie gegenüber dem Brautpaar einig – immerhin! Und während man zusehends mehr über all die anderen Anwesenden und die Veranstaltung an sich lästert, kommt man sich näher.

Regisseur Victor Levin zitiert Vorbilder wie Richard Linklaters „Before…“-Romantik-Trilogie ebenso wie Woody Allens dialoglastige Beziehungsneurotiker-Geschichten, dennoch ahnt man recht schnell, wie „Destination Hochzeit“ weitergeht. Bis das Happyend ansteht, bindet die Regie familiäre Spleens und Sticheleien, eine mit Rotwein befleckte Hose oder Frustsex in freier Natur in die Handlung ein und schreckt dabei vor keinem noch so abgegriffenen Klischee zurück. Gut, dass wenigstens die Chemie zwischen den Hollywoodstars Reeves und Ryder stimmt.

 

„Destination Wedding”, USA 2018, 90 Min., R: Victor Levin, D: Keanu Reeves, Winona Ryder, DJ Dallenbach, Ted Dubost, Start: 2.8.

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