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Weißer Müll im Kino: „Homefront“

Homefront

In eine Kleinstadt in Louisiana hat sich der ehemalige Undercover-Polizist Phil Broker nach dem Tod seiner Frau mit seiner zehnjährigen Tochter Maddie zurückgezogen, um fortan ein friedliches Leben zu führen. Kurioserweise droht das Ungemach nicht von den lokalen Drogen-dealern, sondern von White-Trash-Mutter Cassie, deren Sohn Maddie gezeigt hatte, dass man sie nicht ungestraft beleidigt. Dummerweise ist Cassies Bruder der lokale Drogenboss, so wird Brokers Identität aufgedeckt und ein Killerkommando in Marsch gesetzt. Die Südstaaten hatten schon immer etwas Überlebensgroßes im amerikanischen Kino, nicht nur in den Familiendramen eines Tennessee Williams’, an die der Auftakt des Konfliktes hier durchaus anknüpft. Das Setting beschwört 80er-Jahre-Filme von Walter Hill herauf, nur leider wendet sich das Drehbuch (von Sylvester Stallone nach einer Romanvorlage geschrieben) allzu schnell der puren Action zu – wobei Jason Statham mit jeder noch so ausweglosen Situation ziemlich problemlos fertig wird. Da bleibt auch James Franco (dessen Drogenboss hier nicht ganz so überzogen wirkt wie der in Harmony Korines „Springbreakers“) nichts anderes übrig, als angesichts des irren Treibens um ihn herum den Kopf zu schütteln.

Text: Frank Arnold

Foto: Justin Lubin / Universum Film

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Homefront“ im Kino in Berlin

Homefront, ?USA 2013; Regie: Gary Fleder; Darsteller: Jason Statham ?(Phil Broker), James Franco (Gator Bodine), Kate Bosworth (Cassie Bodine Klum); ?100 Minuten;  FSK 16

Kinostart: 23. Januar

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