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Weltpremiere: „Phantomanie“ im Babylon Mitte

Der deutsch-ukrainische Filmemacher, Fotograf und Autor Miron Zownir hat es geschafft: Für seinen neuen, in Berlin gedrehten Spielfilm „Phantomanie“ hat er eine echte Kultfigur vor die Kamera zurückgeholt: Der mittlerweile 77-jährige Bruno S. kehrt als Obdachloser auf die Leinwand zurück.
Der Berliner Schauspieler sorgte vor allem Mitte der Siebziger für Furore, als er 1974 in Werner Herzogs „Kaspar Hauser – Jeder für sich und Gott gegen alle“ die Hauptrolle spielte und drei Jahre später in „Stroszek“ erneut unter Herzogs Regie arbeitete.
In „Phantomanie“ mimt Bruno S. den Obdachlosen Bruno, der hoch über den Dächern der Stadt in der Ruine einer verlassenen Abhörstation haust. Bruno sieht die Katastrophe kommen, in die sich sein Freund Larry mehr und mehr manövriert. Dieser hat sich bei den falschen Leuten Geld geliehen, setzt die Beziehung zu seiner Freundin Lilly in den Sand und wird darüber hinaus von einem ominösen Pfaffen verfolgt, der die Bibel nur allzu wörtlich nimmt. Zwischen eigensinniger Komik und sarkastischer Übersteigerung kann Bruno die nahende Katastrophe jedoch nicht verhindern.
Neben Bruno S., zahlreichen neuen Talenten und Laiendarstellern sind in dem Spielfilm von Miron Zownir auch bekannte Gesichter wie Hans Michael Rehberg („Berlin Alexanderplatz“, „Der Totmacher“), Geno Lechner („Flirt“) und Natalia Avelon („Das wilde Leben“) zu sehen.
Für den Soundtrack des bizarren Spielfilms zeichnet niemand anders als Alec Empire (Atari Teenage Riot) verantwortlich.
Im Babylon Mitte feiert „Phantomanie“ heute in Anwesenheit von Regisseur, Darstellern und Filmteam seine Weltpremiere.

Phantomanie, Weltpremiere, Babylon Mitte, Do 14.01., 21.15 Uhr 

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