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„Werden Sie Deutscher“ im Kino

Werden_Sie_Deutscher_02_c_MarcusLenzDeutsche Sprache, schwere Sprache. Und was ist wohl mit einer „beleidigten Leberwurst“ gemeint? Von diesen und anderen Tücken der Integration erzählt Britt Beyer in ihrem Dokumentarfilm „Werden Sie Deutscher“, in dem sie eine Gruppe von Migrantinnen und Migranten bei ihren Vorbereitungen auf eine Prüfung begleitet. Manche, wie die syrische Palästinenserin Insaf, sind zu diesem Zeitpunkt schon 20 Jahre in Deutschland. Andere, wie Shipon aus Bangladesch, leben mit einer deutschen Partnerin zusammen. Britt Beyer filmt die Gruppe auch bei Besuchen im Deutschen Historischen Museum und im Bundestag und lässt dabei einen betulichen Verfassungspatriotismus und eine ritualisierte Vergangenheitsbewältigung auf die konkreten Interessen von Menschen treffen, die vor allem einmal ein würdiges Leben zu ihren eigenen Bedingungen erhoffen. „Werden Sie Deutscher“ zeichnet ein insgesamt sehr wohlwollendes Bild von den deutschen Integrationsbemühungen. Man muss den Protagonisten genau zuhören, um zu vernehmen, wie sie sich ihren eigenen Reim auf einen Zusammenhang machen, in dem Sprache, Kultur und Identität gelegentlich recht eng geführt werden.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Marcus Lenz

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Werden Sie Deutscher“ im Kino in Berlin

Werden Sie Deutscher Deutschland 2011; Regie: Britt Beyer; 87 Minuten; FSK 0;

Kinostart: 25. April

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