Kino & Stream

Werkschau Artur Brauner

„Mich gibt’s nur einmal“, betitelte Artur Brauner seine Autobiografie. Das ist schon über 30 Jahre her, aber das Filmeproduzieren hat Brauner auch im Zeichen seines be­vorstehenden 90. Geburtstags noch nicht aufgegeben, zuletzt brachte er mit Der letzte Zug einen weiteren Film ins Kino, der gegen das Vergessen des Holocaust kämpft.

Diese Filme haben ihm immer besonders am Herzen gelegen, sein Geld hat er dagegen verdient mit dem Starkino der 50er Jahre, als die deutsche Filmindustrie noch funktionierte, später mit internationalen Großproduktionen (Kampf um Rom) und mit trashigen Werken, für die er Genre-Regisseure wie Jess Franco verpflichtete. Mit 25 Titeln (das ist gerade mal ein Zehntel seines Outputs) würdigt ihn jetzt das Zeughaus-Kino. Den Auftakt macht am 2. Juli Die Ratten, für den Brauner 1955 den Emigranten Robert Siodmak aus Hollywood zurückholte. Der Film, der Gerhart Hauptmanns Drama in die Aufbau­jahre der Bundesrepublik verlegt, bekam damals den Goldenen Bären der Berlinale.

Die Ratten

Zeughauskino

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