Retrospektive

Werkschau der Filme von Manoel de Oliveira

Einfache Inszenierung, komplexe Themen: Eine Filmreihe widmet sich dem Werk von Manoel de Oliveira

Foto Arsenal – Institut fuer Film- und Videokunst e.V.

Als Manoel de Oliveira (Foto) 2015 im Alter von 106 Jahren verstarb, war der Portugiese der letzte Regisseur, der fast die gesamte Filmgeschichte seit Stummfilmtagen aus eigener Anschauung kannte. Seine ersten Regiearbeiten, kurze Dokumentarfilme, stammen aus den frühen 1930er-Jahren; als er sich später dem Spielfilm zuwandte, entwickelte er sich zu einem Monolithen der europäischen Filmkunst. Seine Filme hatten oft etwas Theaterhaftes, die Inszenierungen waren eher einfach, die Themen komplex: Liebe und Tod, Metaphysik, gesellschaftliche Konventionen.
Das Arsenal zeigt in einer ­Retrospektive 17 seiner insgesamt 60 Filme aus 70 Jahren. Eröffnet wird am 8. April mit dem 2001 entstandenen Doku-Essay „Porto da minha Infância“, einer Erinnerung an die Jugend in seiner Heimatstadt. Als Gäste am Eröffnungswochenende werden der Direktor der Cinemateca Portuguesa José Manuel Costa und Leonor Silveira erwartet, die in 19 Filmen de Oliveiras mitspielte.

Retro Manoel de Oliveira 8.–30.4., Arsenal www.arsenal-berlin.de

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