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Werner Herzog wird in Locarno geehrt

Im Rahmen der vom 7. bis 17. August stattfindenden Festivalausgabe werden zu Herzogs Ehren zehn seiner Filme gezeigt: „Auch Zwerge haben klein angefangen“, „Aguirre, der Zorn Gottes“, „Jeder für sich und Gott gegen alle“, „Nosferatu- Phantom der Nacht“, „Fitzcarraldo“, „Wo die grünen Ameisen träumen“, „The White Diamond“, „Grizzly Man“, „The Wild Blue Yonder“ und „Ein fürsorglicher Sohn“. Darüber hinaus wird Herzog an einem dem Festivalpublikum zugänglichen Gespräch mit Grazia Paganelli, der Co-Autorin einer Monografie über ihn, teilnehmen.

„Ich bin glücklich, in Locarno einen Regisseur für den Ehrenleoparden willkommen zu heißen, der so ganz und gar der Ausrichtung des Festivals entspricht: Im Laufe seiner langen Karriere wechselte Herzog gekonnt zwischen Spiel- und Dokumentarfilm, zwischen Low-Budget-Filmen und solchen mit grossem Staraufgebot, ohne je seine Identität zu verleugnen. Wenn Auszeichnungen nicht nur als Anerkennungen fungieren, sondern auch in die Zukunft weisen, bin ich überzeugt davon, dass Werner Herzog als Persönlichkeit genau das verkörpert, was das Festival (auch) zukünftig anzustreben und zu verfolgen sucht: ein Filmschaffen, das seine Macher und sein Publikum nicht nur miteinbezieht, sondern buchstäblich mit sich reißt. Ebendies beinhaltet nicht nur einen starken Willen, sondern auch eine pointierte Parteinahme. Ebendies hat Herzog dazu bewogen, sein Dorf in den bayrischen Bergen zu verlassen, um die Straßen der Welt zu durchforsten und seine erlebten und geteilten Erfahrungen ebenso wie imaginierten Erlebnisse in Bilder und Töne zu übertragen“, erklärt der Künstlerische Leiter des Festivals, Carlo Chatrian.

Quelle: Blickpunkt:Film

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